Neu erschienen „Die ärztliche Führungskraft“ – mit einem Beitrag von Stefan Kentrup. Zur Publikation ›
kentrup@medplus-kompetenz.de  |  +49 173 2806177
Dienstleistungen

Hilfe zur Selbsthilfe – Gamification

Workshops mit bis zu 25 Teilnehmenden, in denen Ihre Führungskräfte Lösungen für OP-Koordination, Belegung, Kosten und Dokumentation selbst erarbeiten – spielerisch, aber nicht verspielt.

Die meisten Häuser wissen, wo es klemmt. Was fehlt, ist selten die Analyse, sondern der Weg von der Erkenntnis zur Maßnahme, die auch umgesetzt wird. Genau dort setzen unsere Workshops an: Die Menschen, die die Abläufe täglich verantworten, entwickeln die Lösungen selbst, bewerten sie gemeinsam und gehen mit einem priorisierten Plan aus dem Raum.

Hilfe zur Selbsthilfe heißt: Wir bringen Methode, Moderation und Spielmaterial mit. Die Lösungen kommen aus Ihrem Haus.

Themen, die wir so bearbeiten

OP-Koordination

Belegungs­management

Sach- und Personal­kosten

Dokumentation verbessern

Weitere Handlungsfelder nach Absprache – etwa Visitenorganisation, Entlassmanagement oder Schnittstellen zwischen Berufsgruppen.

Warum Gamification wirkt

Wer mitmacht, lernt mehr

Spielelemente wie Punkte, klare Regeln und sichtbarer Fortschritt verbessern nachweislich Lernergebnisse und Motivation. Eine Metaanalyse fand signifikante Effekte auf Wissen, Motivation und Verhalten – am belastbarsten beim Wissenserwerb.

g = 0,49 Wissen · g = 0,36 Motivation · g = 0,25 Verhalten
Sailer & Homner (2020), Educational Psychology Review 32

Beteiligung senkt Widerstand

Wer an einer Veränderung mitwirkt, leistet weniger Widerstand, fühlt sich stärker gebunden und trägt eher dazu bei, dass die Ziele erreicht werden. Planspiele machen unterschiedliche Perspektiven und Interessenlagen sichtbar, bevor sie in der Umsetzung aufeinanderprallen.

Lines (2004), Journal of Change Management 4(3);
Kriz & Saam, Großgruppenplanspiele als Interventionsmethode, BIBB

Eigene Lösungen zählen mehr

Menschen bewerten Ergebnisse höher, die sie selbst erarbeitet haben. Der Effekt tritt allerdings nur ein, wenn die Arbeit zu einem sichtbaren Abschluss kommt. Deshalb endet jeder Workshop mit Verantwortlichen und Terminen – nicht mit einer Ideensammlung.

Norton, Mochon & Ariely (2012), Journal of Consumer Psychology 22(3)

Zur Einordnung: Die Wirkung von Gamification hängt stark vom Kontext und von den Beteiligten ab (Hamari, Koivisto & Sarsa, 2014). Spielmechanik allein verändert nichts. Entscheidend ist, dass die Ergebnisse ernst genommen werden – ein Workshop, dessen Lösung schon vorher in der Schublade lag, beschädigt das Vertrauen in jede künftige Beteiligung.

Unser Planspiel: „Selbst ist das Haus“

Das Spielmaterial: beschreibbare Sechseck-Plättchen für Maßnahmen, Relevanz-Chips mit 10, 50 und 100 Punkten, Goldtaler für den finanziellen Impact und Widerstandsfiguren in Grün, Gelb und Rot.
Vier Materialien, drei Bewertungen: Sechseck-Plättchen, Relevanz-Chips, Goldtaler und Widerstandsfiguren.

Ihre operative Führungsebene entwickelt an einem Tisch die Maßnahmen, die Ihr Haus aus eigener Kraft umsetzen kann – und bewertet sie ehrlich: nach Relevanz, finanziellem Hebel und dem Widerstand, der bei der Umsetzung zu erwarten ist.

  1. Maßnahmen sammelnJede Person legt ihre Ideen auf Sechseck-Plättchen; Doppelungen werden zusammengeführt.
  2. Relevanz gewichtenChips mit 10, 50 und 100 Punkten machen Prioritäten sichtbar – individuell, ohne Diskussion.
  3. Impact bewertenGoldtaler zeigen, wo der größte finanzielle Hebel liegt.
  4. Widerstand einschätzenGrün, Gelb, Rot: die ehrliche Prognose für die Umsetzung.
  5. Bilanz ziehenPriorisierte Maßnahmen mit Verantwortlichen und Terminen.

Die Goldene Regel

Es zählen nur Maßnahmen, die das Haus ohne Investitionen, ohne zusätzliches Geld und ohne Unterstützung von außen umsetzen kann. Alles andere wandert auf ein Parkfeld und wird dem Direktorium übergeben – gewürdigt, aber nicht verwässernd.

Drei Figuren in Grün, Gelb und Rot für geringen, teilweisen und massiven Widerstand bei der Umsetzung.
Eine rote Figur ist keine Ablehnung, sondern Planungsinformation.

Rahmen

  • Teilnehmendebis 25 Personen, in parallelen Tischgruppen
  • Mitspielendedie operative Führungsebene: leitende Ärztinnen und Ärzte, Bereichs- und Stationsleitungen
  • Dauer60 bis 90 Minuten je Handlungsfeld, zwei bis drei Felder pro Halbtag
  • SettingPräsenz, bei Ihnen im Haus
  • Ergebnispriorisiertes Maßnahmenportfolio mit Verantwortlichen und Terminen

Was wir vom Direktorium brauchen

  • die Handlungsfelder, die bearbeitet werden sollen
  • je Feld einen kurzen Steckbrief mit Zahlen, Daten und Fakten
  • die Zusage, wie mit den Ergebnissen weitergearbeitet wird
© 2026 Stefan Kentrup